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23. April 2017

Montero Cap MkII

Für den neuen (noch nicht fertigen) ECW Coat brauch ich auch eine neue Montero Cap, auch wenn ich diese wohl kaum tragen werde. Das erste Ensemble von Coat und Montero Cap hat einen anderen Rot-Ton und daher kann ich die alte Cap nicht mit dem neuen Coat tragen. Außerdem war es eine schöne Möglichkeit die Reste zu verwerten. Hier also nun die neue Montero Cap mit neuem angepassten Schnitt. Die Wolle ist das selbe tschechische Tuch wie bei der Continental Army Uniform. Dieses mal sind auch die Schnittkanten roh aufeinander genäht und nicht gewendet. Gefüttert ist die Kappe mit Leinen. Sollte es in Grolle nass und windig werden bin ich gerüstet.

21. April 2017

Steckregal

Um dem regelmäßigen Geschirrchaos auf dem Tisch bei Zeltcons Herr zu werden, hab ich dieses Steckregal gebaut. Alles in allem hat es etwa 3h gedauert es fertig zu stellen. Es besteht aus lediglich 5 Brettern und kann schnell zerlegt und aufgebaut werden. Zudem braucht es wenig Platz im Auto. Materialkosten beliefen sich ebenfalls auf geringe 15€. Kann es nur empfehlen sich so etwas zu bauen.

3. April 2017

Continental Army Uniform

Endlich ist es vollbracht! Mein Uniformrock des 5th Maryland Regiments der Continental Army (Revolutionary War) ist fertig! Es hat lange gedauert, da diese Uniform mit hohen Ansprüchen genäht wurde (das meiste davon per Hand. Allein die vielen Knopflöcher und Knöpfe per Hand zu nähen hat 3 Tage gedauert). Gemacht ist sie aus rotem und blauem Tuchloden aus Tschechien mit einem Futter aus Leinen am Torso und Bay für die Schöße. Die Knöpfe sind nachgegossen von Originalen. Viel bleibt nicht mehr zu sagen, außer dass ich wohl bald mal ein Foto in voller Montur machen möchte. Bis dahin hab ich aber hier mal einen kleinen Vorgeschmack, präsentiert von Phtephen.
Und heute hab ich mich auch in die ganze montur geworfen

20. März 2017

Bilbos Rucksack

Seit nun schon ein paar Jahren habe ich den Rucksack hinausgeschoben und der Umstand, dass ich aufgrund meines Bartes in nächster Zeit den Hobbit auch nicht spielen werde, hat sein Übriges getan. Die meisten Einzelteile hatte ich ebenfalls bereits zugeschnitten. Nun aber, da sich langsam meine To-Do Liste dem Ende zuneigt, kommen eben auch die prokrastinierten Dinge dran. Deshalb bin ich sehr stolz euch nun den Rucksack präsentieren zu können. Das heißt nicht ganz, eigentlich übernimmt das dieses mal mein neuer Mitbewohner Phtephen, dem ich den Hobbitmantel (nach Merrys Schnitt) und meinen neuen Schal (nach Vorlage von Pippins Schal) angezogen habe. Gut, der Rucksack besteht aus drei verschiedenen Sorten Leder. Der Hauptkorpus aus 3mm rotbraunem Fettleder, die Seitenteile und Applikationen aus sandfarbenem Spaltleder (oder Wildleder, aber ich glaub es ist Spalt), die Riemen sind schließlich aus 3mm vegetabilem Rindsleder, welches ebenfalls rotbraun gebeizt wurde. Die Schnallen sind schöne Messingschnallen, die ich noch von meiner 18.Jh Montur übrig hatte (die große Mittelschnalle wird aber noch ersetzt). Dem Original entsprechend habe ich seitlich zwei Taschen, sowie einen wirklich geräumigen Hauptkorpus gemacht. Dem Original nicht entsprechend sind die Kordelzüge und die Fesselknöpfe zum Einstellen der Riemenlänge. Ihr habt keine Vorstellung wie viele Meter Handnaht und Stunden an Arbeit (sowie zerschundene Fingerkuppen) in diesem Ding stecken! Einerseits bin ich froh, es endlich abhaken zu können, andererseits wurde dadurch meine Liste wieder kürzer.

14. März 2017

Optionale lange Ärmel für den Ves Gambeson

Diese Ärmel hatte ich lange auf meiner "nice to have"-Liste. Da aber meine Bastelliste langsam aber sicher zur Neige geht, hab ich mich endlich dazu aufraffen können. Die Idee dahinter ist für den eigentlichen kurzärmeligen Gambeson für meinen Blue Stripes einen zusätzlichen Schutz anzunesteln. Die Splintenarmschienen und Ellenbogenkacheln (die gerade hierher unterwegs sind) sollten die Arme insgesamt dann recht gut schützen. Dieses mal habe ich grauen Leinen (wie das Futter beim Gambeson) genommen um etwas Kontrast zum Blau zu bekommen (und außerdem weil ich den blauen Leinen nicht mehr auftreiben kann). Die Steppnähte sind hier nur längs. Als Wattierung habe ich zwei Lagen sehr dicken Wollstoff verwendet. Klingt nach nicht viel, aber das täuscht. Die Säume sind noch mit Hanfgurt umschlossen. Da mit den Ellenbogenkacheln meine Liste für diesen Charakter vorerst abgearbeitet ist, freue ich mich sehr auf die ersten Fotos in action.

28. Februar 2017

Kurze Uniformgamaschen aus Leinen

Kurz nachdem ich das erste (lange) Paar Gamaschen fertig hatte, musste ich feststellen, dass zumindest das 5th Maryland Regiment keine langen Gamaschen hatte (laut einem Britischen Manual wurde den Regulars jedoch beides ausgegeben). Jedenfalls habe ich nun ein neues Paar aus Leinen genäht und geschwärzt. Diese Gamaschen sollten auch etwas "kühler" sein. Die gefütterten langen aus Wollfilz könnten im Sommer die Hölle sein. Ich werde aber wohl noch eine Schicht Leinölfirnis auftragen um sie glänzend zu kriegen bzw. schmutzabweisend. Die Knöpfe sind schwarze Rivershell von Knopftruhe.de.

24. Februar 2017

Tomahawk MkIII

Tomahawks umbauen, gerade die von Cold Steel, da die einfach viel zu hässlich sind, um sie so zu belassen, macht echt Spaß! Hier also der nächste, dieses mal für einen Freund gemacht. Wieder ein Trailhawk, der eine Schönheitskur bekam. Beim Metall habe ich den Lack entfernt, dekorative Mulden gefeilt, ein Blechhauberl für den Stiel gemacht, alles gebläut und Polsternägel eingeschlagen. Der Schaft wurde etwas zurecht gefeilt, ebenfalls mit Posternägel verziert, gebeizt, geölt und etwas rustiziert. Der Kopf ist zusätzlich noch mit einer Metallspange fixiert, welche von der Schnürung verdeckt ist. Man kann ihn also wieder abnehmen, wenn man Spange und Wicklung entfernt. Ich hoffe der Tom freut sich.

23. Februar 2017

Luntenverberger MkII

Da mir leider bei der letzten Feldschlacht der Luntenverberger abhanden gekommen ist, musste ein neuer her. Dieses mal konnte ich gleich ein paar Kinderkrankheiten des ersten kurieren. So sitzt nun die Lunte mittig im Holzpfropfen, weiters hat das Röhrchen jetzt seitlich je 2 Blechschlaufen für eine Nestel. Dies lässt alles auch wesentlich stabiler am Bandalier hängen. Auch der Pfropf ist nun mit der Nestel verbunden. Im Grunde funktioniert der Verberger jetzt wie ein Pulvermaß. Ein paar stellen müssen noch anlaufen, aber sonst schaut es aus wie ein Museumsstück.

15. Februar 2017

Hose ECW

Eine neuerliche Musketierhose, nach dem Schnitt aus dem English Civil War (1642-1651). Hierzu musste ich ein paar Stellen von meinem bisherigen Schnitt modifizieren und ich muss sagen, mir gefällt der Schnitt bisher am besten (und nicht nur weil es endlich mal Musketierhosen mit Hosentaschen sind). Verwendet habe ich grau melierten Wollstoff und am Bund, entlang der Knopf/Knopflochleiste, für die Taschen und an den Knien noch ein Futter aus Leinen. Die Knöpfe sind 18mm Ösenknöpfe von knopftruhe.de (kann den Shop nur wärmstens empfehlen). Im Kreuz habe ich noch eine Schnürung gemacht, damit ich je nach Vollgefressenheit den Bund etwas lockern kann

Der Schnitt sieht etwa so aus:

3. Februar 2017

Hose Ves

Ebenfalls ein Teil das ich jetzt schon lange hinausgezögert habe. Die Hose von Ves aus The Witcher 2 und 3 ist nach dem Schnitt einer spätmittelalterlichen Schamlatzhose genäht, jedoch ist der Bund etwas höher (etwa wie bei Landsknechthosen mit ähnlichem Schnitt). Das rechte Hosenbein ist tatsächlich aus einzelnen Streifen zusammengenäht und dann in der selben Form ausgeschnitten wie das linke Bein. Gemacht ist alles aus blauem und hellbraunem Wollstoff sowie blauem Leinen für das Futter (die das Futter reicht nur bis kurz unter den Schritt), welches per Hand fixiert wurde. Auch wenn es vielleicht einfach aussieht, die Hose hat mich einiges an Nerven gekostet, nicht zuletzt wegen diverser Denk- und Schlampigkeitsfehler.

30. Januar 2017

Hose Continental Army Uniform

Das nächste Stück der Uniform. Die Hose habe ich bereits seit ein paar Tagen fast fertig, aber hab die letzten Handgriffe immer wieder rausgeschoben. Sie ist aus der selben Wolle wie der Waistcoat. Der Schnitt wurde etwas modifiziert. Wirklich toll ist das Arbeiten mit raw edges, also nicht gewendeten Säumen. Das macht das Arbeiten wesentlich einfach und zudem hält es die Kanten schön dünn. Sie könnte zwar im Schritt etwas besser sitzen, aber im Großen und Ganzen bin zufrieden.

24. Januar 2017

Continental Army Knapsack Tornister

Zu recherchieren ist eine verzwickte Sache, denn immer wieder passiert es, dass man eigentlich nach etwas ganz anderem sucht, aber dann über Dinge stolpert, die man dann unbedingt haben willt. In dem Fall ist es ein Knapsack der Continental Army, der passend zur Uniform sein sollte. Ich habe zwar schon einen Rucksack gemacht, aber der ist eben kein von der Armee ausgegebener Typ. Um auch möglichst wenig falsch zu machen, habe ich einige Reenacter kontaktiert und sie um Rat gefragt. Herausgekommen ist nun ein Tornister der nicht nur praktisch, sondern auch recht historisch nahe ist (da es für die Knapsacks nicht wirklich detailierte Referenzen gibt, hat man hier auch einen gewissen Interpretationsspielraum). Der Tornister ist aus Leinen genäht und mit einer Mischung aus Leinölfirnis und Eisenoxid gefärbt und abgedichtet. Ich habe hierbei mehere Schichten Firnis aufgetragen um ihn möglichst dicht zu bekommen. Der Stoff klebt nun nach fast einer Woche Trockenzeit immer noch ein wenig und ich denke, das wird noch einige Zeit so bleiben. Bis zum ersten Einsatz sollte er aber dann wirklich durchgetrocknet sein. Die Riemen sind aus 3-4mm vegetabilem Rindsleder geschnitten und dick geölt und mit Schuhcreme etwas rustiziert worden. Die Schnallen sind hier aus Draht selbst gebogene und mit Gun Blue geschwärze Billigteile (genauso wie in der Vorlage). Ich kann diese Form des Rucksacks jedem nur empfehlen, da er sehr einfach und billig herzustellen und zudem wirklich wasserfest ist. Einzig die Patzerei mit der Firnis könnte man scheuen, aber ich halte es in jedem Fall für empfehlenswert.

22. Januar 2017

Schwertgürtel, -gehänge und Scheide

Für einen Freund habe ich dieses mittlerweile längst überfälliges Ensemble gemacht bestehend eben aus einem Punzierten Gürtel, zwei Hängeriemen und einer Scheide. Hierbei habe ich 3-4mm vegetabil gegerbtes Leder verwendet und zweierlei Lederfarben (Fiebing leather dye medium brown und tan). Zusätzlich habe ich den Gürtel mit schwarzer Schuhcreme behandelt damit die Punzierung besser herauskommt. Die Scheide wurde auch noch mit Leinölfirnis dick eingelassen.

16. Januar 2017

Karambit Mod und Scheide

Vor ein paar Tagen habe ich mir ein Karambit bestellt. Der Preis war ausgesprochen güstig und so hatte ich große Zweifel ob es sich um ein gutes Messer handelt, aber die Kritiken waren durchwegs positiv. Wie sich später zeigen sollte, ist der Stahl sogar so hart, dass ich nicht einmal mit einem Kobalt Bohrkopf durchkomme. Als da Karambit nun da war, wurde ich tatsächlich nicht enttäuscht. Es kommt verdammt scharf und es liegt gut in der Hand. Einzig, der moderne "tactical" Look inkl. Pseudokydex-Scheide ist nicht so nach meinem Geschmack. Was also tun? Hmmm vielleicht einfach mal in die Werkstatt bringen und sehen was draus wird. 
Nunja, wie man sieht, eine ganze Menge. Erst mussten die Halbschalen runter und der Lack ab. Danach feilte ich die Form ein wenig zurecht. Daumenrast ausfeilen und diese Nubbel am Griffrücken mussten weg, da sie im "extended grip" unangenehm gegen den Mittelfinger drückten. Die neuen Halbschalen sind aus Hartholz (ich hab vergessen welches). Eigentlich wollte ich diese mittig auf den Griff nieten und nicht die Schraublöcher der Plastikschalen verwenden. Leider ist der Stahl aber sehr hart und ich kam wie gesagt nicht durch. Daher mussten am Ende doch die bereits vorhandenen Löcher herhalten. Am Ende bekamen die Schalen noch eine schöne Lasur und Behandlung aus Leinölfirnis.
Weiter geht´s mit der Scheide. Hier handelt es sich eigentlich ganz simpel um eine mit Bienenwachs gehärtete Scheide aus 3-4mm Rindsleder mit einer Gürtelschlaufe. Dieses wurde ebenfalls gebeizt und mit Ölfirnis gepflegt. Das eingebrannte Muster kommt nach dem Wachshärten nicht mehr wirklich hervor, aber das war ohnehin gut, da mir das Muster am Ende doch nicht so gefallen hat. Es lässt sich nur noch erahnen und es wirkt dadruch wie eine alte Scheide. Das Karambit klickt richtig schön ein und hält ohne zu wackeln. Insgesamt bin ich also sehr zufrieden.

Und hier nochmal als Kollage:

10. Januar 2017

Trageriemen/Tumpline


Mal wieder eine Kleinigkeit zwischendurch (weil ich gerade bei 3 anderen Sachen nicht weiterkomme). Diese Art eines einfachen Trageriemens habe ich ganz frech von Leather from the Past übernommen. Er besteht aus zwei Trageschnüren aus geflochtener Hanfschnur und einem Mittelriemen aus 4mm vegetabil gegerbtem Rindsleder, welches mehrmals dick geölt und mit schwarzer Schuhcreme rustiziert wurde. Diese Art Trageriemen ist sehr einfach herzustellen, frisst aber mehr Zeit als man vermuten mag.

3. Januar 2017

Justaucorps/Short Coat im Outlander Stil

Für die wärmeren Tage wollte ich ein etwas leichteres Justaucorps nähen (die bisherigen aus dicker Wolle haben mich echt fertig gemacht!). Unlängst sah ich dann im Stoffladen meines Vertrauens diesen ausgesprochen feschen karierten leichten Wollstoff, der mir perfekt geeignet zu sein schien. Obwohl er augenscheinlich recht historisch aussieht, hat dieser Short Coat (denn er ist um einige cm kürzer als typische Justaucorps) einige Anachronismen. Zum einen wären da die Ellenbogenschoner aus Wildleder. Einerseits haben mir diese recht gut gefallen, andererseits wollte ich die Wissenschaftlernatur des Charakters damit ein wenig unterstreichen, indem durch diese Aufnäher der Mantel ein wenig an einen "Professoren Blazer" erinnert. Der leichte Stehkragen ist mWn auch nicht historisch. Futter ist aus beigem Leinen. Insgesamt sitzt alles recht gut und ich bin sowohl mit der Farbe, als auch mit dem fortlaufenden Muster über die Nahtstellen recht zufrieden.