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28. Oktober 2012

Arkebuse/Karabiner

07.01.2011:
Ich habe damit begonnen mein größtes Projekt bisher anzugehen: die Arkebuse. Das Ding soll NERF Pfeile verschießen. Den Lauf und die Federn, Dichtungen und Rohre habe ich schon besorgt und auch das Material für den Auslöser. sobald ich die Technik so verfeinert habe, dass das Ding nicht zu stark oder zu schwach schießt, gehts an den Schaft. Dieser soll natürlich aus Holz sein und eventuell ein abnehmbares Zielfernrohr haben (immerhin handelt es sich um "des großen Haynz Silyn von Car Nokhts wunderbares Gerät zur Hervorrufung des spontanen Ablebens auf große Entfernung". In etwa sollte das Ding so aussehen:
Über Weihnachten habe ich es endlich geschafft eine brauchbare Abschussmechanik auszutüfteln, denn die Arkebuse soll ja nicht nur knallen, sondern auch Nerf-Pfeile verschießen.

Hier mal das Bild der Druckkammer:
Es handelt sich hierbei um ein 25mm Kupferrohr mit dazu passender Muffe und Endstück. Darin befindet sich ein Pfropfen der mittels einer Feder zuerst gespannt und dann beschleunigt wird, sodass der Pfeil mittels Luftdruck aus dem Lauf katapultiert wird, eben wie bei einer Nerf. In meinem Fall fliegt der Pfeil etwa 10m. Das ist noch nicht so viel wie ich eigentlich vor habe, aber ich habe noch etwas Spielraum nach oben was die Druckkammer angeht. Notfalls werde ich die Druckkammer auf 28mm vergrößern.

14.01.2011
Der Abzug: 
Hier ein Bild des Abzugs für die Arkebuse. Ich werde jetzt nicht genau beschreiben wie das ganze funktioniert, da es ersichtlich sein sollte. Falls es Fragen gibt einfach melden.


Die ganze Mechanik besteht aus 5mm dickem Alublech, die zwischen 2 Backen aus 2mm Blech eingelegt sind. Dadurch ergibt sich eine Dicke von etwa 9mm (+1mm für die nägelköpfe auf der Rückseite ergibt das genau 10mm).


Für die Druckkammer, habe ich eine Haubenmutter statt einer normalen Mutter vorne auf den Pfropfen geschraubt. Aufgrund dessen schießt der Pfeil jetzt gut um 1/3 wennn nicht sogar mehr weiter. Sehr beeindruckend muss ich sagen, zumal ich mir dadurch den Bau einer größeren Druckkammer erspare.

Ich hoffe aber, dass ich im Februar die ersten Bilder des Holzschaftes machen kann. Ich bin mir immer noch nicht sicher aus welchem Holz ich das machen soll.


26.02.2011
Der Schaft:


Hier habe ich mal ein paar Teile wie zB den Lauf zusammengesetzt:

14.03,2011:
Der Schaft besteht aus 2 massiven Eichenholzbrettern. Deshalb 2 damit ich die Abzugsmechanik besser einpassen kann.

Ja liebe Leute, sie ist praktisch fertig. Kleinigkeiten wie ein paar Schräubchen und die Patinierung des Laufs sind noch zu machen.Letzteres wollte ich zwar nicht unbedingt tun, aber ich denke mit einem stahlfarbenen (oder brünierten) Lauf sieht das ganze sicher besser aus.
Der Ladestock ist deshalb nicht in seiner Führung, weil der Lack noch leicht klebrig ist und damit man sieht, wie weit der Stock im Holz steckt.
Ich hab zwar zuvor ohnehin schon einiges über die einzelnen Materialien geschrieben, aber hier nochmal auf einem Bilck: Das Holz ist Eiche (gebeizt und mit Schutzlack versehen), Metallteile aus Kupfer, Messing, Niro und Alu (der Abzug).

28.04.2011:
Wieder etwas an der Arkebuse getüftelt. Leider hat es ja auf dem letzten Con mit dem Pfeile verschießen noch nicht geklappt, aber jetzt hab ich die passende Feder. Die Feinabstimmung bei der Abzugsmechanik ist beendet und auch die Pulverpfanne wurde etwas modifiziert, damit sie nun nicht mehr mit Knallerbsen schießt sondern mit Platzpatronen (die um einiges Lauter sind und zudem auch rauchen und nebenbei auch billiger sind). Zudem kann man die Pfanne jetzt auch schließen wenn die Knallladung darin ist (bei den Knallerbsen ging das leider nicht). jetzt muss ich nur noch diese vermaleite Delle in der Druckkammer finden, die das ganze undicht macht. Die Pfeile gehen nun etwas weiter (8-10 Schritt) aber da ist noch mehr drin, wenn das Ding endlich mal dich hält. Wenn alles passt möchte ich ein Video vom Ladevorgang machen und hier reinstellen.

28.10.2012:
Facelift: Ich hab mich dazu durchgerungen die Arkebuse etwas zu überarbeiten.
Hier das Ergebnis:

Was wurde verändert? Die obere Hälfte des Schulterkolbens wurde abgeschrägt (sieht man besser wenn man das Bild vergrößert) und der obere Sitz abgerundet. Dann wurde dem ganzen noch eine Schutzplatte aus 1mm Blech aufgesetzt. Die Daumenauflage wurde etwas zugekittet. Die Laufschiene wurde um einiges verschmälert und mit neuen Spangen versehen. Schließlich wurde alles feinst abgeschmirgelt, gebeizt, nochmal geschmirgelt (damit sich ein abgenutzer Effekt einstellt), 2 mal ge-schellack-t und abschließend mit Leinöl eingerieben. 


Ich habe mich dazu entschieden diese, doch etwas kleine Muskete zur Arkebuse bzw. Karabiner zu machen. Da ich das nicht nur namentlich vor habe, habe ich auch seitlich eine Stange für den Karabinerlauf angebraucht. Dieser Ist in erster Linie zur Zierde und ich habe noch nicht  vor mir einen Schultergurt mit Karabiner zu machen. Durch die Schiene, kann ich aber die Arkebuse ganz einfach in einen Haken meiner Kraxe hängen un so ist das für meinen Fuhrmanncharakter wesentlich praktischer.

5. Oktober 2012

Krötenhaut/Brigantine

Gleich vorweg, es sollte nichts Historisches bzw. an Historisches Angelehntes sein, daher habe ich also keinerlei Ansprüche daran gehabt.
Die Brigantine sollte für meinen cadwallonischen Fuhrmann bzw. evtl. auch für den Bogenschützen sein. Auf einem Artwork im Cadwallon Grundregelwerk sieht man so eine Rüstung. Aus Ermangelung an mehr Details, habe ich mich auch an DSA orientiert bzw. eigene Ideen mit einfließen lassen. Hier also die beiden Artworks (links der Fuhrmann, rechts aus dem DSA Arsenal):
Die Brigantine oder eigentlich mehr Krötenhaut ist folgendermaßen aufgebaut sein. Ein Lederkorpus, aus 2mm geöltem und geschmeidigem Buffleder wurde außen mit ∅ 15mm Buckelnieten (in altsilber Finish) und innen mit Karosseriescheiben (∅ 30mm, 1mm dick) beschlagen. Alles in allem habe ich dafür gut 200 Scheiben und Nieten gebraucht. Insgesamt reicht mir das ganze bis etwa zum Schritt. Der Lederkorpus ist vorne in der Mitte und an den Seiten bis etwa zur Tailie offen zwecks Beweglichkeit. 
Das ganze von außen:

Und hier das ganze von innen:

Und schließlich in getragenem Zustand:
Ich bin mir noch nicht sicher ob ich beim Schritt noch einen Teil der Schräge wegnehme oder ob ich den Teil doch lieber mit Nieten versehe. Außerdem habe ich ein paar Meinungen erhalten, die besagen, dass die Krötenhaut zu lang ist. Ich werd mich da mal mit Photoshop spielen und mir das ansehen. Je nachdem wie meine Entscheidung ausfällt werd ich das Foto oben ersetzen.