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22. Mai 2017

Bajonett Scheide und Hanger

Für das Bajonett der Denix Bown Bess brauchte ich natürlich auch eine Scheide bzw. ein Schultergehänge. Erstere ist gefertigt aus 3-4mm vegetabilem Rindsleder, welches nass angeformt und schließlich mit schwarzer Schuhcreme nahezu schwarz poliert wurde. Das Mundblech ist aus 0,5mm Messingblech, welches gelötet und angeklebt wurde. Besonders stolz bin ich auf die Naht! Der Hanger besteht aus dünnem 1mm vegetabilem Kalbsleder, welches die selbe Behandlung wie die Scheide bekam. Was noch fehlt ist ein schönes Ortblech (das ich wohl kaufen muss). Außerdem werde ich mit großer Wahrscheinlichkeit den weißen Gurt durch einen aus Buffleder austauschen.

15. Mai 2017

Umbau Denix Brown Bess


Da ich nicht nur eine zivile Rokoko Montur habe, sondern nun auch eine Continental Army Uniform brauchte ich auch eine entsprechend militärische Muskete. Wogegen die Kentucky noch ein Kindergeburtstag war, was die Umbauarbeit angeht, war die Bess schon ein neuer Level. Zunächst mussten die wichtigsten Umbauten am Schloss vollzogen, nämlich die Pfanne + Deckel entsprechend aufgebohrt werden, um einen Piston zu haben, damit die Bess mit  Faschingsmuniton überhaupt knallt. Zusätzlich habe ich aber auch eines der Zahnräder innen abgeschliffen, sodass der Hahn nicht 3 sondern 2 Rasten hat (Lade- und Schussrast).
Schon etwas anspruchsvoller waren die Modifikationen für das Bajonett. Zunächst habe ich etwas Sekundenkleber in die Tülle gekippt damit es nach dem Aushärten schön stramm am Lauf sitzt. Dann wurde der S-förmige Schlitz erweitert. Durch diesen Schlitz wird später das Korn geführt und sorgt somit für einen festen Sitz am Lauf. Diese Arbeit war ebenfalls relativ einfach, das Korn auf den Lauf zu bekommen war schon etwas schwerer, denn kleben wäre zu schwach. Also habe ich ein Korn aus einem 4-Kantprofil geschnitten. Eine entsprechende Kerbe wurde dann in den Lauf gefeilt. Wichtig war hierbei, dass die Kerbe exakt so groß ist wie das Korn, damit es später nicht wackelt. Das Korn hat an beiden Enden eine leichte T-Form. Dadurch kann es von innen durch die Laufkerbe gedrückt nicht herausfallen. Als Gegenstück habe ich ein 0,5mm Reststück Blech gebogen, sodass es den Innendurchmesser des Laufes hatte und ihn in diesen geschoben, bis es unter dem Korn war. Nur konnte ich alles einfach mit jeder Menge Sekundenkleber in Position fixieren.
Ein weiterer einfacher Punkt waren die Metallbügel für den Schulterriemen (dieser ist aus geweißtem Buffleder). Die Bügel sin aus einfachem 3mm Draht gebogen. An der Muskete mussten hierfür lediglich 2 Löcher gebohrt werden.
Der letzte und mit Abstand aufwendigste Punkt war der Ladestock. Bei der Bess besteht dieser aus 2 gegossenen Teilen. Daher entfernte ich zuerst die Stücke die den Ladestock darstellen sollten. Übrig blieben 3 Teile: Die Verdickung am Ende des Ladestocks und 2 Spangen, die den Stock in Position hielten. Hierbei war vor allem das Entkernen der Spangen eine Heidenarbeit. Am Ende hatte ich aber dann zwei Stücke die wie ein halbes Rohr geformt waren und welche nur noch in Position geklebt wurden (mittels einem echt fies starken 2-Komponentenkleber). Der Ladestock ist in 6mm Rundprofil auf welches der vorgebohrte Knubbel aufgeklebt wurde.
Alles in allem sehr viel Arbeit, aber ich denke es hat sich durchaus geloht und auch wenn die Arbeit bei manchen Stellen sehr frustierend war, nbin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Eine abschließende Bemerkung noch zur Qualität. Die Bess ist offenbar ein älteres Modell als die Kentucky, da bei letzerer eeinige Details wesentlich besser konstruiert und verarbeitet wurden. Ich habe allerdings gehört, dass die Qualität bei Denix stark varriiert. Insgesamt darf man aber für 120€ für die Bess und 100€ für die Kentucky (Preise von Sportwaffen Schneider) nicht allzu viel erwarten. Es sind jedoch beides sehr schöne Waffen mit einer beeindruckenden Länge von 1,50m. Die Bess fällt dabei wesentlich massiver, dicker und somit schwerer aus, eine richtige Militärwaffe eben.

27. April 2017

Schulterschild für Ves Gambeson

Mal was Kleines für zwischendruch. Für den Ves Gambeson habe ich noch ein Schulerschild gemacht. Alles in allem bin ich halbwegs zufrieden auch wenn die Börtelung etwas sauberer sein Könnte. Klar, ich wollte es schon unsauber haben, aber ich hätt mich da etwas mehr bemühen können. Nächstes mal werd ich unter die Ränder noch einen Kupferdraht einrollen, damit alles etwas runder wirkt. Es handelt sich um 0,5mm Schwarzblech, welches an den Rändern gebörtelt und anschließen mit Kaltbrünnierung geschwärzt wurde. Die Ränder habe ich dann wieder blank poliert. Die Lilien sind Messingnieten von Vehi Mercatus.

25. April 2017

ECW Army Coat

Ein neuer Versuch einer Jacke aus dem English Civil War zu machen. Dieses mal habe ich 100% Tuchwolle aus Tschechien verwendet (die selbe Art, wie bei der Continental Army Uniform). Den Schnitt musste ich etwas anpassen, da diese Sorte recht weit geschnitten ist und mein Vorgängermodell bei der Brust leider etwas eng war. Das Futter ist aus Leinen und größtenteils per Hand eingesetzt. Die Schnittkanten des Lodens habe ich nach historischem Vorbild roh gelassen. Die Knöpfe sind metallene flache "Uniformknöpfe". Ich habe überlegt ob ich nicht halbrunde verwenden sollte, aber hab mich dann am Ende dagegen entschieden. Die Knöpfe wurden ebenfalls mit einer historischen Methode angenäht, die sehr schnell geht. Alles in allem ging das ganze also recht flott, was ja auch damals ein wichtiger Punkt war eine ganze Armee mint annähernd gleicher Kleidung auszustatten.

23. April 2017

Montero Cap MkII

Für den neuen (noch nicht fertigen) ECW Coat brauch ich auch eine neue Montero Cap, auch wenn ich diese wohl kaum tragen werde. Das erste Ensemble von Coat und Montero Cap hat einen anderen Rot-Ton und daher kann ich die alte Cap nicht mit dem neuen Coat tragen. Außerdem war es eine schöne Möglichkeit die Reste zu verwerten. Hier also nun die neue Montero Cap mit neuem angepassten Schnitt. Die Wolle ist das selbe tschechische Tuch wie bei der Continental Army Uniform. Dieses mal sind auch die Schnittkanten roh aufeinander genäht und nicht gewendet. Gefüttert ist die Kappe mit Leinen. Sollte es in Grolle nass und windig werden bin ich gerüstet.

21. April 2017

Steckregal

Um dem regelmäßigen Geschirrchaos auf dem Tisch bei Zeltcons Herr zu werden, hab ich dieses Steckregal gebaut. Alles in allem hat es etwa 3h gedauert es fertig zu stellen. Es besteht aus lediglich 5 Brettern und kann schnell zerlegt und aufgebaut werden. Zudem braucht es wenig Platz im Auto. Materialkosten beliefen sich ebenfalls auf geringe 15€. Kann es nur empfehlen sich so etwas zu bauen.

3. April 2017

Continental Army Uniform

Endlich ist es vollbracht! Mein Uniformrock des 5th Maryland Regiments der Continental Army (Revolutionary War) ist fertig! Es hat lange gedauert, da diese Uniform mit hohen Ansprüchen genäht wurde (das meiste davon per Hand. Allein die vielen Knopflöcher und Knöpfe per Hand zu nähen hat 3 Tage gedauert). Gemacht ist sie aus rotem und blauem Tuchloden aus Tschechien mit einem Futter aus Leinen am Torso und Bay für die Schöße. Die Knöpfe sind nachgegossen von Originalen. Viel bleibt nicht mehr zu sagen, außer dass ich wohl bald mal ein Foto in voller Montur machen möchte. Bis dahin hab ich aber hier mal einen kleinen Vorgeschmack, präsentiert von Phtephen.
Und heute hab ich mich auch in die ganze montur geworfen

20. März 2017

Bilbos Rucksack

Seit nun schon ein paar Jahren habe ich den Rucksack hinausgeschoben und der Umstand, dass ich aufgrund meines Bartes in nächster Zeit den Hobbit auch nicht spielen werde, hat sein Übriges getan. Die meisten Einzelteile hatte ich ebenfalls bereits zugeschnitten. Nun aber, da sich langsam meine To-Do Liste dem Ende zuneigt, kommen eben auch die prokrastinierten Dinge dran. Deshalb bin ich sehr stolz euch nun den Rucksack präsentieren zu können. Das heißt nicht ganz, eigentlich übernimmt das dieses mal mein neuer Mitbewohner Phtephen, dem ich den Hobbitmantel (nach Merrys Schnitt) und meinen neuen Schal (nach Vorlage von Pippins Schal) angezogen habe. Gut, der Rucksack besteht aus drei verschiedenen Sorten Leder. Der Hauptkorpus aus 3mm rotbraunem Fettleder, die Seitenteile und Applikationen aus sandfarbenem Spaltleder (oder Wildleder, aber ich glaub es ist Spalt), die Riemen sind schließlich aus 3mm vegetabilem Rindsleder, welches ebenfalls rotbraun gebeizt wurde. Die Schnallen sind schöne Messingschnallen, die ich noch von meiner 18.Jh Montur übrig hatte (die große Mittelschnalle wird aber noch ersetzt). Dem Original entsprechend habe ich seitlich zwei Taschen, sowie einen wirklich geräumigen Hauptkorpus gemacht. Dem Original nicht entsprechend sind die Kordelzüge und die Fesselknöpfe zum Einstellen der Riemenlänge. Ihr habt keine Vorstellung wie viele Meter Handnaht und Stunden an Arbeit (sowie zerschundene Fingerkuppen) in diesem Ding stecken! Einerseits bin ich froh, es endlich abhaken zu können, andererseits wurde dadurch meine Liste wieder kürzer.

14. März 2017

Optionale lange Ärmel für den Ves Gambeson

Diese Ärmel hatte ich lange auf meiner "nice to have"-Liste. Da aber meine Bastelliste langsam aber sicher zur Neige geht, hab ich mich endlich dazu aufraffen können. Die Idee dahinter ist für den eigentlichen kurzärmeligen Gambeson für meinen Blue Stripes einen zusätzlichen Schutz anzunesteln. Die Splintenarmschienen und Ellenbogenkacheln (die gerade hierher unterwegs sind) sollten die Arme insgesamt dann recht gut schützen. Dieses mal habe ich grauen Leinen (wie das Futter beim Gambeson) genommen um etwas Kontrast zum Blau zu bekommen (und außerdem weil ich den blauen Leinen nicht mehr auftreiben kann). Die Steppnähte sind hier nur längs. Als Wattierung habe ich zwei Lagen sehr dicken Wollstoff verwendet. Klingt nach nicht viel, aber das täuscht. Die Säume sind noch mit Hanfgurt umschlossen. Da mit den Ellenbogenkacheln meine Liste für diesen Charakter vorerst abgearbeitet ist, freue ich mich sehr auf die ersten Fotos in action.

28. Februar 2017

Kurze Uniformgamaschen aus Leinen

Kurz nachdem ich das erste (lange) Paar Gamaschen fertig hatte, musste ich feststellen, dass zumindest das 5th Maryland Regiment keine langen Gamaschen hatte (laut einem Britischen Manual wurde den Regulars jedoch beides ausgegeben). Jedenfalls habe ich nun ein neues Paar aus Leinen genäht und geschwärzt. Diese Gamaschen sollten auch etwas "kühler" sein. Die gefütterten langen aus Wollfilz könnten im Sommer die Hölle sein. Ich werde aber wohl noch eine Schicht Leinölfirnis auftragen um sie glänzend zu kriegen bzw. schmutzabweisend. Die Knöpfe sind schwarze Rivershell von Knopftruhe.de.